Hygiene in Kitas: So lassen sich Krankheiten und Infektionen reduzieren
- Infekte gehören zum Kita-Alltag und sind Teil der natürlichen Entwicklung des kindlichen Immunsystems.
- Besonders häufig treten Atemwegserkrankungen, Magen-Darm-Infekte sowie klassische Kinderkrankheiten wie Scharlach, Hand-Fuß-Mund oder Windpocken auf.
- Konsequente Hygiene, regelmäßige Reinigung und klare Regeln bei Erkrankungen können Infektionsketten deutlich reduzieren.
- Eine professionelle Kitareinigung unterstützt dabei, gesetzliche Hygienestandards dauerhaft einzuhalten und ein gesundes Umfeld für Kinder und Mitarbeitende zu schaffen.
Wenn in der Kita wieder ein Hinweisschild hängt …
Fast alle Eltern und Kita-Leitungen kennen die Situation: An der Eingangstür hängt ein Aushang, der über aktuelle Infektionsfälle in der Einrichtung informiert. Kurz darauf folgen oft Husten, Schnupfen oder Fieber bei weiteren Kindern. Tatsächlich sind Kinder, die eine Kindertagesstätte besuchen, deutlich häufiger krank als Erwachsene.
Das liegt vor allem daran, dass sich das Immunsystem in den ersten Lebensjahren erst entwickeln muss. Der Körper lernt nach und nach, unterschiedliche Viren und Bakterien zu erkennen und wirksam zu bekämpfen. Häufige Infekte im Kita-Alter sind deshalb zwar anstrengend, gehören aber grundsätzlich zur normalen Entwicklung eines gesunden Immunsystems dazu.
Gleichzeitig bieten Kindertagesstätten ideale Bedingungen für die Verbreitung von Krankheitserregern. Viele Kinder verbringen täglich mehrere Stunden in gemeinsamen Räumen, spielen eng miteinander, teilen Spielzeug und lernen hygienisches Verhalten erst nach und nach. Eine laufende Nase, ein Husten oder ungewaschene Hände reichen häufig aus, damit sich Keime schnell in der gesamten Gruppe ausbreiten.
Infektionen werden dabei auf unterschiedliche Weise übertragen:
- durch direkten Kontakt von Mensch zu Mensch
- über Hände und verunreinigte Gegenstände (Schmierinfektionen)
- durch Tröpfchen beim Husten oder Niesen
- über gemeinsam genutzte Speisen oder Getränke
- durch Kontakt mit Tieren oder anderen Infektionsquellen
Gerade deshalb kommt einem durchdachten Hygienekonzept und einer professionellen Kitareinigung eine besondere Bedeutung zu. Ziel ist nicht, jede Erkrankung zu verhindern. Vielmehr geht es darum, Infektionsketten zu unterbrechen und das Risiko größerer Krankheitsausbrüche deutlich zu reduzieren.
Was sind die häufigsten Krankheiten in der Kita?
Bestimmte Erkrankungen treten in Kindertagesstätten besonders häufig auf und sorgen regelmäßig für Ausfälle bei Kindern und Mitarbeitenden.
Atemwegserkrankungen
Erkältungen oder grippale Infekte gehören zu den häufigsten Erkrankungen in Kitas. Die Erreger werden vor allem über Tröpfchen beim Husten und Niesen sowie indirekt über Hände und Oberflächen übertragen. Deshalb sollten Kinder und Erwachsene lernen, in die Ellenbeuge zu husten und nach dem Naseputzen oder Husten die Hände gründlich zu reinigen.
Magen-Darm-Infektionen
Noroviren und Rotaviren breiten sich in Gemeinschaftseinrichtungen besonders schnell aus. Schon geringe Mengen infektiöser Ausscheidungen können weitere Ansteckungen verursachen. Nach Erbrechen oder Durchfall müssen betroffene Flächen, Sanitärbereiche und Gegenstände deshalb umgehend gereinigt und desinfiziert werden. Kinder sollten die Einrichtung erst wieder besuchen, wenn sie mindestens 48 Stunden vollständig symptomfrei sind.
Hand-Fuß-Mund-Krankheit
Diese Virusinfektion tritt regelmäßig in Kitas auf und wird sowohl durch direkten Kontakt als auch über gemeinsam genutzte Gegenstände übertragen. Konsequente Hand- und Flächenhygiene helfen dabei, die Verbreitung einzudämmen.
Scharlach
Scharlach wird durch Bakterien verursacht und hauptsächlich über Tröpfcheninfektionen übertragen. Typische Symptome sind Fieber, Halsschmerzen und Hautausschläge. Durch frühzeitiges Erkennen und die Einhaltung der empfohlenen Wiederzulassungszeiten können größere Ausbrüche vermieden werden.
Windpocken, Ringelröteln und weitere Kinderkrankheiten
Auch klassische Kinderkrankheiten wie Windpocken, Ringelröteln oder Hautinfektionen wie Borkenflechte treten immer wieder in Kindertagesstätten auf. Gerade in Gemeinschaftseinrichtungen ist deshalb ein verantwortungsvoller Umgang mit Krankheitssymptomen besonders wichtig.
Meldepflichtige Erkrankungen in Kitas
Einige Infektionskrankheiten unterliegen dem Infektionsschutzgesetz und müssen der Kita-Leitung unverzüglich gemeldet werden. Dazu gehören unter anderem:
- Masern
- Mumps
- Röteln
- Windpocken
- Keuchhusten
- Scharlach
- Noro-Virus
- Rota-Virus
Klare Meldewege und ein verbindlicher Hygieneplan helfen dabei, Krankheitsausbrüche frühzeitig einzudämmen und die gesamte Einrichtung zu schützen.
Die Händehygiene als wichtigste Einzelmaßnahme
Die Händehygiene gilt als wichtigste Einzelmaßnahme im Infektionsschutz. Ein großer Teil aller Krankheitserreger wird über die Hände übertragen.
In Kitas sollte daher besonders darauf geachtet werden, dass:
- Kinder regelmäßig und richtig Hände waschen
- Händewaschen zu festen Ritualen wird – beispielsweise nach dem Toilettengang, vor dem Essen und nach dem Spielen im Freien
- die Hände mindestens 20 bis 30 Sekunden gründlich mit Seife gereinigt werden
- auch Fingerzwischenräume, Fingerkuppen und Daumen sorgfältig gereinigt werden
- Waschplätze mit Flüssigseife, Einmalhandtüchern und geeigneten Abwurfbehältern ausgestattet sind
- bei Bedarf hautschonende Pflegeprodukte verwendet werden
Für Mitarbeitende ist die Händehygiene insbesondere wichtig:
- vor der Zubereitung von Speisen
- nach jedem Toilettengang
- nach dem Wickeln
- nach Kontakt mit Körperflüssigkeiten
- nach Kontakt mit erkrankten Kindern
- nach dem Reinigen verunreinigter Materialien
Auch das pädagogische Personal spielt eine entscheidende Rolle, indem es hygienisches Verhalten aktiv vorlebt und Kindern altersgerecht vermittelt.
Flächen-, Raum- und Materialhygiene im Kita-Alltag
Neben der Händehygiene ist die regelmäßige Reinigung von Oberflächen entscheidend, um sogenannte Schmierinfektionen zu verhindern.
Besonders wichtig sind:
- tägliche Reinigung von Toiletten, Waschbecken, Armaturen und Türklinken
- hygienische Reinigung von Wickelbereichen
- regelmäßige Reinigung von Spielzeug und häufig genutzten Materialien
- Reinigung von Küchen- und Essensbereichen
- Pflege von Schlaf- und Ruheräumen sowie Bodenflächen
Oberflächen und Gegenstände, die mit Erbrochenem, Durchfall oder anderen infektiösen Sekreten in Kontakt gekommen sind, sollten zeitnah gereinigt und gegebenenfalls desinfiziert werden. Verunreinigte Materialien müssen sicher entsorgt werden.
Frische Luft senkt das Infektionsrisiko
Regelmäßiges Stoß- und Querlüften trägt wesentlich dazu bei, die Virenlast in Innenräumen zu reduzieren. Mehrmals tägliches Lüften verbessert das Raumklima und kann insbesondere die Übertragung von Atemwegsinfektionen deutlich verringern.
Zusätzlich stärken tägliche Aufenthalte im Freien, ausreichend Bewegung, gesunde Ernährung und genügend Schlaf das kindliche Immunsystem.
Der Hygieneplan als gesetzliche Grundlage
Jede Kita ist verpflichtet, einen individuellen Hygieneplan nach dem Infektionsschutzgesetz zu erstellen. Dieser regelt verbindlich:
- Reinigungs- und Desinfektionsmaßnahmen
- Verhalten bei Krankheitsfällen
- Umgang mit Lebensmitteln
- Hygienestandards in allen relevanten Bereichen
- Zuständigkeiten und Abläufe im Alltag
Der Hygieneplan dient als verbindliche Arbeitsgrundlage für das gesamte Team und muss regelmäßig überprüft und an aktuelle Gegebenheiten angepasst werden.
Welche Hygienebereiche in Kitas sind besonders sensibel?
Bestimmte Bereiche erfordern besondere Aufmerksamkeit, da hier das Infektionsrisiko besonders hoch ist:
- Sanitär- und Wickelräume
- Gruppen- und Spielräume
- Kuschel- und Krabbelbereiche
- Küchen und Essbereiche
- Garderoben und Eingangsbereiche
- Schlaf- und Ruheräume
- gemeinsam genutztes Spielmaterial
Diese Bereiche sollten nach klaren Reinigungsplänen und in festen Intervallen gereinigt werden.
Welche Reinigungsmittel sollten in Kitas eingesetzt werden?
In Kindertagesstätten sollten ausschließlich geeignete, geprüfte und kindgerechte Reinigungsmittel eingesetzt werden. Dazu gehören:
- milde und hautverträgliche Reinigungsmittel
- bei Bedarf VAH-gelistete Desinfektionsmittel
- Produkte, die für den Einsatz in sensiblen Bereichen geeignet sind
- keine unnötig aggressiven oder gesundheitsgefährdenden Substanzen
Ziel ist eine wirksame Hygiene, die gleichzeitig die Gesundheit von Kindern und Mitarbeitenden schützt.
Wie professionelle Kitareinigung unterstützt
Eine professionelle Kitareinigung sorgt dafür, dass alle hygienerelevanten Anforderungen zuverlässig umgesetzt werden. Dazu gehören:
- strukturierte und dokumentierte Reinigungspläne
- geschulte Reinigungskräfte mit Erfahrung in Kindertageseinrichtungen
- feste Ansprechpartner und eingespielte Teams
- klare Vertretungsregelungen bei Ausfällen
- gleichbleibend hohe Hygienestandards
Das entlastet das Kita-Personal und schafft die Grundlage für einen sicheren und hygienischen Alltag.
Fazit
Infekte gehören zum Kita-Alltag und lassen sich in Gemeinschaftseinrichtungen nicht vollständig vermeiden. Durch konsequente Händehygiene, regelmäßige Reinigung von Flächen und Spielmaterialien, ausreichende Lüftung sowie einen verbindlichen Hygieneplan können Infektionsrisiken jedoch erheblich reduziert werden. Eine professionelle Kitareinigung unterstützt Kitas dabei, gesetzliche Vorgaben zuverlässig umzusetzen und eine saubere, sichere Umgebung für Kinder und Mitarbeitende zu schaffen.
Kinder bauen in den ersten Lebensjahren ihr Immunsystem auf und kommen in der Kita mit vielen neuen Viren und Bakterien in Kontakt. Durch das gemeinsame Spielen, den engen Kontakt und die gemeinsame Nutzung von Spielzeug verbreiten sich Krankheitserreger besonders schnell.
Zu den häufigsten Erkrankungen in Kindertagesstätten gehören Atemwegserkrankungen wie Erkältungen und Grippe, Magen-Darm-Infekte, Hand-Fuß-Mund-Krankheit, Scharlach sowie klassische Kinderkrankheiten wie Windpocken oder Ringelröteln.
Die wichtigsten Maßnahmen sind regelmäßiges Händewaschen, die tägliche Reinigung von Kontaktflächen und Spielzeug, ausreichendes Lüften sowie klare Regeln für den Umgang mit erkrankten Kindern. Ein verbindlicher Hygieneplan und eine professionelle Kitareinigung unterstützen die konsequente Umsetzung.
Als Orientierung gilt: Kinder sollten mindestens 24 Stunden fieberfrei sein. Nach Erbrechen oder Durchfall sollten sie die Einrichtung erst wieder besuchen, wenn sie mindestens 48 Stunden vollständig symptomfrei sind. Bei bestimmten Infektionskrankheiten können zusätzliche Vorgaben gelten.
Eine professionelle Kitareinigung sorgt für strukturierte Reinigungsabläufe, hygienisch saubere Sanitär- und Gruppenräume sowie die regelmäßige Reinigung von Kontaktflächen und Spielmaterialien. Dadurch werden Hygienestandards zuverlässig eingehalten und das Risiko von Infektionsketten deutlich reduziert.