Industriereinigung Kosten: Preise, Faktoren und Beispiele

Auf dem Bild ist ein Mann zu sehen, der eine Maschine reinigt.

Die Kosten für eine professionelle Industriereinigung lassen sich nicht pauschal festlegen. Je nach Objekt, Verschmutzungsgrad, Fläche und eingesetztem Reinigungsverfahren können die Preise deutlich variieren.

Als grobe Orientierung liegen einfache Industriereinigungen häufig bei etwa 33 bis 60 € pro Arbeitsstunde. Bei größeren Flächen kann alternativ nach Quadratmetern kalkuliert werden. Hier sind je nach Verschmutzung und Reinigungsaufwand etwa 1,50 bis 6,00 € pro m² möglich.

Bei besonders aufwendigen Arbeiten – beispielsweise der Reinigung von Maschinen, stark verschmutzten Industrieböden oder beim Einsatz spezieller Verfahren – können die Kosten höher ausfallen.

Eine seriöse Kalkulation berücksichtigt deshalb nicht nur die Größe des Objekts, sondern den gesamten Arbeits- und Materialaufwand.

Industriereinigung: Kosten im Überblick

ReinigungsartRichtwertAbrechnung
Einfache Industriereinigungca. 33–60 €pro Stunde
Hallenreinigung, leichte Verschmutzungca. 1,50–3,50 €pro m²
Intensivere Hallenreinigungca. 3,50–6,00 €pro m²
Maschinenreinigungca. 6–15 €pro m² bzw. individuell
Spezialarbeitenca. 60–90 €pro Stunde

Die genannten Werte dienen ausschließlich als Orientierung. Je nach Objekt und Leistungsumfang können die tatsächlichen Kosten davon abweichen.

Welche Faktoren beeinflussen die Kosten einer Industriereinigung?

Der Quadratmeterpreis oder Stundensatz allein sagt noch wenig über die tatsächlichen Gesamtkosten aus. Entscheidend ist, wie viel Arbeitszeit, Personal, Technik und Material für das konkrete Objekt erforderlich sind.

1. Größe der zu reinigenden Fläche

Die Fläche ist einer der wichtigsten Faktoren. Große, ebene und frei zugängliche Hallenflächen lassen sich häufig effizient mit Reinigungsmaschinen bearbeiten.

Bei einer stark unterteilten Fläche mit Maschinen, Regalen, Rohrleitungen oder schwer zugänglichen Bereichen steigt dagegen der Aufwand pro Quadratmeter.

2. Verschmutzungsgrad

Öl, Fett, Metallspäne, Staub, Produktionsrückstände oder andere hartnäckige Verschmutzungen können den Reinigungsaufwand erheblich erhöhen.

Eine leicht verschmutzte Lagerhalle lässt sich beispielsweise anders reinigen als ein Produktionsbereich mit fest haftenden Öl- und Fettrückständen.

Je stärker die Verschmutzung, desto wahrscheinlicher sind zusätzliche Reinigungsschritte, spezielle Reinigungsmittel oder leistungsfähigere Geräte.

3. Art der Fläche und Anlage

Auch die Beschaffenheit des Objekts spielt eine wichtige Rolle.

Eine große, freie Bodenfläche kann häufig maschinell gereinigt werden. Bei Produktionsmaschinen, Förderanlagen oder technisch komplexen Bereichen ist dagegen oftmals deutlich mehr manuelle Detailarbeit erforderlich.

Gerade bei Maschinen und Anlagen ist deshalb nicht allein die Fläche entscheidend.

4. Reinigungsverfahren

Je nach Verschmutzung und Oberfläche kommen unterschiedliche Verfahren zum Einsatz.

Mögliche Verfahren sind beispielsweise:

  • maschinelle Bodenreinigung
  • Hochdruckreinigung
  • industrielle Absaugung
  • manuelle Reinigung
  • spezielle Verfahren wie Trockeneisreinigung
  • chemische Reinigung

Je nach Verfahren unterscheiden sich Personal-, Material- und Gerätekosten.

5. Zugänglichkeit

Ist eine Fläche frei zugänglich, kann die Reinigung meist effizienter durchgeführt werden.

Schwer zugängliche Bereiche, enge Zwischenräume, Maschinenunterseiten oder Arbeiten in der Höhe können dagegen zusätzliche Arbeitszeit und technische Ausrüstung erfordern.

Auch Leitern, Hebebühnen oder andere Zugangslösungen können den Aufwand erhöhen.

6. Einsatzzeit

Nicht jeder Industriebetrieb kann während der normalen Arbeitszeiten gereinigt werden.

Muss die Reinigung beispielsweise nachts, am Wochenende oder während eines geplanten Produktionsstillstands stattfinden, kann sich die Kalkulation entsprechend verändern.

Besonders bei zeitkritischen Einsätzen ist deshalb wichtig, den gewünschten Zeitraum bereits bei der Anfrage anzugeben.

7. Häufigkeit der Reinigung

Auch die Reinigungsfrequenz beeinflusst den Aufwand.

Bei einer regelmäßigen Reinigung kann verhindert werden, dass sich Verschmutzungen über längere Zeit festsetzen. Eine einmalige Grundreinigung nach längerer Vernachlässigung kann dagegen wesentlich aufwendiger sein.

Deshalb lohnt sich für viele Betriebe die Frage, ob eine regelmäßige Unterhaltsreinigung langfristig sinnvoller ist als einzelne intensive Reinigungseinsätze.

Industriereinigung nach Quadratmeter oder Stunde?

Bei der Industriereinigung kommen unterschiedliche Abrechnungsmodelle infrage.

Abrechnung nach Stunden

Eine Abrechnung nach Stunden bietet sich insbesondere dann an, wenn der tatsächliche Arbeitsaufwand schwer vorhersehbar ist.

Das kann beispielsweise bei Maschinen, technisch komplexen Anlagen oder stark unterschiedlichen Verschmutzungen der Fall sein.

Abrechnung nach Quadratmetern

Bei großen und gut abgrenzbaren Flächen kann eine Abrechnung pro Quadratmeter sinnvoll sein.

Das gilt beispielsweise für:

  • Produktionshallen
  • Lagerhallen
  • Werkstattflächen
  • größere Industrieböden

Je homogener und besser zugänglich die Fläche ist, desto einfacher lässt sich der Aufwand kalkulieren.

Individuelle Pauschale

Bei umfangreicheren Projekten kann auch ein individuelles Angebot sinnvoll sein. Dabei werden sämtliche relevanten Leistungen – beispielsweise Reinigung, Material, Maschinen, Personal und gegebenenfalls zusätzliche Arbeiten – gemeinsam kalkuliert.

Beispiel: Was kann eine Industriereinigung für 1.000 m² kosten?

Eine konkrete Kalkulation hängt immer vom jeweiligen Objekt ab. Zur Veranschaulichung lässt sich jedoch ein Beispiel betrachten.

Angenommen, eine 1.000 m² große Maschinenhalle soll während eines geplanten Produktionsstillstands gereinigt werden. Die Bodenflächen weisen einen leichten Ölfilm und Produktionsrückstände auf. Die frei zugänglichen Bereiche können maschinell gereinigt werden, während Randbereiche und schwer zugängliche Stellen manuell bearbeitet werden.

Eine mögliche Beispielkalkulation könnte folgendermaßen aussehen:

PositionBeispielhafte Kosten
Anfahrt und Rüstzeit180 €
Maschinelle Bodenreinigung2.000 €
Manuelle Randbereiche800 €
Reinigungsmittel und Verbrauch90 €
Dokumentation und Übergabe60 €
Gesamt3.130 € netto

Das entspricht in diesem fiktiven Beispiel rund 3,13 € pro m².

Die Beispielrechnung ist nicht als allgemeiner Marktpreis zu verstehen. Sie zeigt lediglich, wie sich die Gesamtkosten aus verschiedenen Positionen zusammensetzen können.

Einmalige Grundreinigung oder regelmäßige Industriereinigung?

Bei stark verschmutzten Industrieflächen kann zunächst eine umfangreiche Grundreinigung erforderlich sein.

Anschließend kann eine regelmäßige Reinigung dazu beitragen, den erreichten Zustand zu erhalten und erneute starke Verschmutzungen zu vermeiden.

Dabei sollte nicht ausschließlich der Preis pro Reinigung betrachtet werden. Entscheidend ist auch, wie viel Aufwand langfristig erforderlich ist.

Ein regelmäßiger Reinigungsplan kann beispielsweise festlegen:

  • welche Bereiche gereinigt werden,
  • wie häufig die Reinigung erfolgt,
  • welche Verfahren eingesetzt werden,
  • welche Maschinen oder Anlagen berücksichtigt werden,
  • und welche Bereiche nur bei Bedarf gereinigt werden.

So lässt sich der Leistungsumfang gezielt an den tatsächlichen Bedarf des Betriebs anpassen.

Wie lassen sich Kosten bei der Industriereinigung reduzieren?

Kosten lassen sich nicht allein durch einen möglichst niedrigen Stundensatz reduzieren. Häufig ist eine effiziente Planung entscheidender.

Regelmäßige Reinigung

Regelmäßige Reinigung kann verhindern, dass sich hartnäckige Verschmutzungen ansammeln und später aufwendig entfernt werden müssen.

Reinigungsplan erstellen

Nicht jeder Bereich benötigt dieselbe Reinigungsfrequenz. Ein abgestimmter Reinigungsplan kann helfen, Personal und Technik dort einzusetzen, wo sie tatsächlich benötigt werden.

Reinigungszeiten frühzeitig planen

Wenn Reinigungseinsätze mit Wartungen oder geplanten Produktionsstillständen abgestimmt werden, können Arbeitsabläufe besser koordiniert werden.

Leistungsumfang vergleichen

Bei mehreren Angeboten sollte nicht ausschließlich der Preis verglichen werden. Entscheidend ist, ob alle Anbieter denselben Leistungsumfang kalkuliert haben.

Ein Angebot mit einem niedrigeren Quadratmeterpreis kann beispielsweise insgesamt teurer sein, wenn wichtige Leistungen separat berechnet werden.

Worauf sollte man beim Angebot für eine Industriereinigung achten?

Ein gutes Angebot sollte möglichst transparent darstellen, welche Leistungen enthalten sind.

Achten Sie insbesondere auf:

  • den konkreten Leistungsumfang,
  • die zu reinigenden Flächen und Anlagen,
  • die Abrechnung nach Stunde, Quadratmeter oder Pauschale,
  • eingesetzte Maschinen und Reinigungsmittel,
  • mögliche Zusatzkosten,
  • Arbeitszeiten,
  • Entsorgungskosten,
  • und gegebenenfalls Anfahrts- oder Rüstkosten.

Gerade bei größeren Industrieobjekten ist eine genaue Abstimmung des Leistungsumfangs wichtig. Eine Besichtigung oder ausführliche Beschreibung der örtlichen Gegebenheiten kann dabei helfen, die Kalkulation möglichst realistisch vorzunehmen.

Fazit: Industriereinigung hat keinen einheitlichen Festpreis

Die Kosten einer Industriereinigung hängen von zahlreichen Faktoren ab. Als grobe Orientierung können 33 bis 60 € pro Stunde beziehungsweise bei größeren Flächen etwa 1,50 bis 6,00 € pro m² dienen.

Bei Maschinenreinigung, starken Verschmutzungen oder speziellen Verfahren können höhere Kosten entstehen.

Wer Angebote vergleichen möchte, sollte deshalb nicht nur auf den günstigsten Quadratmeter- oder Stundensatz achten. Entscheidend ist, welche Leistungen tatsächlich enthalten sind und welcher Aufwand für das konkrete Objekt kalkuliert wurde.

Für eine individuelle Einschätzung der Reinigungskosten ist eine genaue Beschreibung oder Besichtigung des Objekts sinnvoll. Sie wollen wissen, wie eine Industriereinigung abläuft? Das können Sie hier nachlesen. In diesem Beitrag erfahren Sie den Unterschied zwischen Industrie-und Gebäudereinigung.

Eine Industriereinigung kann je nach Tätigkeit, Region und Aufwand etwa 33 bis 60 € pro Stunde kosten. Für spezielle oder besonders aufwendige Arbeiten können auch höhere Stundensätze anfallen.

Bei größeren, gut zugänglichen Flächen liegen die Kosten je nach Verschmutzung und Verfahren häufig bei etwa 1,50 bis 6,00 € pro m². Stark verschmutzte oder technisch komplexe Bereiche können teurer sein.

Das lässt sich nicht pauschal beantworten. Je nach Verschmutzungsgrad, Reinigungsverfahren und Zugänglichkeit können die Kosten erheblich variieren. Eine Beispielrechnung für eine 1.000 m² große Maschinenhalle kommt auf 3.130 € netto bzw. 3,13 € pro m². Dabei handelt es sich ausdrücklich um ein fiktives Rechenbeispiel.

Zu den wichtigsten Kostenfaktoren zählen die Größe und Beschaffenheit der Fläche, der Verschmutzungsgrad, die Zugänglichkeit, das eingesetzte Reinigungsverfahren sowie der erforderliche Personal- und Zeitaufwand.

Eine regelmäßige Reinigung kann dazu beitragen, starke Verschmutzungen zu vermeiden und dadurch den Aufwand einzelner Reinigungseinsätze zu reduzieren. Ob sie im konkreten Fall günstiger ist, hängt jedoch vom Objekt, der Reinigungsfrequenz und dem Leistungsumfang ab.

Für eine möglichst genaue Kalkulation müssen unter anderem Fläche, Verschmutzung, Zugänglichkeit, Reinigungsverfahren, Einsatzzeiten und gewünschter Leistungsumfang berücksichtigt werden. Bei größeren oder komplexeren Objekten ist daher eine genaue Abstimmung beziehungsweise Objektbesichtigung sinnvoll.

Geschäftspartner bei EasyClean24 mit über 7 Jahren Erfahrung in der professionellen Gebäudereinigung. Spezialisiert auf die Grundreinigung, Pflege und Aufbereitung verschiedener Bodenbeläge. Mein Fokus liegt auf Qualität, Zuverlässigkeit und nachhaltigen Reinigungslösungen für Privat-und Geschäftskunden.