Unterhaltsreinigung Checkliste: Was gehört in einen Reinigungsplan?

Man sieht ein Fenster das gerade trockengewischt wird.

Eine gute Unterhaltsreinigung braucht einen klaren Reinigungsplan. Er legt fest, welche Bereiche regelmäßig gereinigt werden, welche Aufgaben anfallen und in welchen Intervallen sie durchgeführt werden. So lässt sich vermeiden, dass einzelne Arbeiten übersehen werden.

Eine Checkliste für die Unterhaltsreinigung dient dabei nicht nur der Organisation. Sie kann auch zur Kontrolle der ausgeführten Arbeiten genutzt und individuell an das jeweilige Objekt angepasst werden.

Was gehört in einen Reinigungsplan?

Ein Reinigungsplan sollte möglichst konkret festhalten, was, wo und wie häufig gereinigt wird. Welche Aufgaben sinnvoll sind, hängt dabei vom jeweiligen Objekt ab.

Bei einem Büro fallen beispielsweise andere Arbeiten an als in einer Arztpraxis, einem Treppenhaus, einem Hotel oder einem privaten Haushalt.

Zu den typischen Bestandteilen gehören:

  • zu reinigende Räume und Bereiche
  • konkrete Reinigungsaufgaben
  • gewünschte Reinigungsintervalle
  • besondere hygienische Anforderungen
  • zusätzliche Leistungen
  • Verbrauchsmaterialien
  • gegebenenfalls eine Möglichkeit zur Dokumentation der erledigten Arbeiten

Bei größeren Objekten ist es sinnvoll, den Reinigungsplan nach einzelnen Räumen oder Bereichen zu strukturieren.

Unterhaltsreinigung Checkliste für allgemeine Bereiche

Die folgende Checkliste kann als Grundlage für Büros, Gewerbeimmobilien und andere regelmäßig genutzte Räume dienen.

Oberflächen und Möbel


  • Tische und Arbeitsflächen abstauben bzw. nebelfeucht abwischen


  • Regale und frei zugängliche Möbeloberflächen reinigen


  • Fensterbänke abstauben


  • Bürostühle und weitere regelmäßig genutzte Möbel reinigen


  • Türen, Türrahmen und Griffe abwischen


  • Lichtschalter reinigen


  • Fußleisten bei Bedarf reinigen


  • Heizkörper von Staub befreien

Böden


  • Böden kehren oder absaugen


  • Teppichböden saugen


  • Hartböden feucht wischen


  • stärker verschmutzte Stellen gezielt reinigen


  • schwer zugängliche Bereiche berücksichtigen

Abfallentsorgung


  • Abfalleimer leeren


  • Abfallbehälter bei Bedarf reinigen


  • neue Müllbeutel einsetzen

Checkliste für Eingangsbereiche, Flure und Treppenhäuser

Eingangsbereiche und Flure werden häufig besonders stark genutzt. Entsprechend sollte der Reinigungsplan diese Bereiche gesondert berücksichtigen.


  • Böden kehren oder absaugen


  • Böden feucht wischen


  • Fußmatten absaugen


  • Schmutzfangmatten regelmäßig reinigen bzw. austauschen


  • Geländer nebelfeucht abwischen


  • Türen und Türgriffe reinigen


  • Spiegel und Glasflächen reinigen


  • Ablageflächen abstauben


  • Treppenstufen und Podeste reinigen


  • Lift bzw. Aufzug reinigen, sofern vorhanden

Gerade bei Eingangsbereichen kann das notwendige Reinigungsintervall von der Nutzung und der Witterung abhängen. Bei schlechtem Wetter kann beispielsweise eine häufigere Reinigung der Böden erforderlich sein.

Unterhaltsreinigung Checkliste für Sanitäranlagen

Sanitärbereiche gehören zu den wichtigsten Bestandteilen eines Reinigungsplans. Hier sollte besonders klar definiert sein, welche Flächen regelmäßig gereinigt werden.

Waschbecken und Armaturen


  • Waschbecken reinigen


  • Armaturen reinigen und bei Bedarf von Kalk befreien


  • Ablageflächen reinigen


  • Spiegel streifenfrei reinigen

Toiletten


  • WC-Becken innen und außen reinigen


  • Toilettensitz und Deckel reinigen


  • WC-Bürstenhalter reinigen


  • Spülknopf und weitere Kontaktflächen reinigen


  • Böden saugen bzw. kehren und feucht wischen

Verbrauchsmaterial


  • Toilettenpapier auffüllen


  • Handseife auffüllen


  • Papierhandtücher auffüllen


  • Desinfektionsmittel bei Bedarf auffüllen


  • Müllbehälter leeren und neue Beutel einsetzen

Welche zusätzlichen Hygienemaßnahmen erforderlich sind, hängt vom jeweiligen Objekt ab. In medizinischen Einrichtungen können beispielsweise besondere Vorgaben gelten.

Checkliste für Küchen und Aufenthaltsbereiche

Auch Küchen und Teeküchen können Bestandteil der regelmäßigen Unterhaltsreinigung sein.


  • Arbeitsflächen feucht reinigen


  • Spüle reinigen


  • Armaturen reinigen


  • Schränke und Griffe außen abwischen


  • Geräte von außen reinigen


  • sichtbare Verschmutzungen an Kühlschrank, Herd und Backofen entfernen


  • Krümel und Schmutz vom Boden entfernen


  • Boden saugen oder kehren und feucht wischen


  • Abfalleimer leeren und bei Bedarf reinigen

Welche Geräte und Bereiche tatsächlich gereinigt werden, sollte im individuellen Leistungsverzeichnis festgelegt werden.

Checkliste für Büros und Arbeitsräume

Für Büros kann der Reinigungsplan beispielsweise folgende Punkte enthalten:


  • Schreibtische und frei zugängliche Arbeitsflächen reinigen


  • Regale und Möbeloberflächen abstauben


  • Bürostühle und weitere Oberflächen reinigen


  • Böden saugen


  • Hartböden feucht wischen


  • Papierkörbe leeren


  • Türen und Griffe reinigen


  • Lichtschalter reinigen


  • Sanitäranlagen reinigen


  • Verbrauchsmaterial auffüllen

Bei Arbeitsplätzen sollte außerdem berücksichtigt werden, welche Flächen frei zugänglich sind. Persönliche Gegenstände und empfindliche elektronische Geräte sollten nicht ohne entsprechende Absprache gereinigt werden.

Reinigungsintervalle im Reinigungsplan festlegen

Eine Checkliste wird besonders hilfreich, wenn sie nicht nur die einzelnen Aufgaben nennt, sondern auch deren Reinigungsintervalle festlegt.

Je nach Objekt können beispielsweise folgende Intervalle vereinbart werden:

ReinigungsaufgabeMögliches Intervall
Abfallbehälter leerentäglich bzw. nach Bedarf
Sanitäranlagen reinigentäglich bzw. nach Bedarf
Böden saugentäglich bzw. mehrmals pro Woche
Hartböden feucht wischenje nach Nutzung
Oberflächen abwischenje nach Nutzung
Treppenhaus reinigennach vereinbartem Intervall
Fenster reinigenseparat vereinbaren
Teppich-/Polsterreinigungin größeren Abständen

Die genannten Intervalle sind keine allgemeingültige Vorgabe. Entscheidend sind die Nutzung des Objekts, das Verschmutzungsaufkommen und die individuellen Anforderungen.

Was gehört nicht zur regelmäßigen Unterhaltsreinigung?

Nicht jede Reinigungsarbeit gehört automatisch zur Unterhaltsreinigung.

Die regelmäßige Unterhaltsreinigung konzentriert sich auf wiederkehrende Aufgaben, mit denen der laufende Sauberkeitszustand erhalten wird. Intensivere und seltener erforderliche Arbeiten können dagegen als Grund-, Sonder- oder Zusatzreinigung vereinbart werden.

Dazu können beispielsweise gehören:

  • intensive Reinigung schwer zugänglicher Bereiche
  • Entfernung hartnäckiger Verschmutzungen
  • intensive Bodenpflege
  • Reinigung von Heizkörpern und schwer zugänglichen Bereichen
  • Teppich– und Polstertiefenreinigung
  • Fensterreinigung
  • intensive Reinigung von Türen oder Wandflächen

Ob eine Leistung Bestandteil der Unterhaltsreinigung ist, sollte deshalb im jeweiligen Angebot beziehungsweise Leistungsverzeichnis eindeutig festgelegt werden.

Warum ist ein Reinigungsplan sinnvoll?

Eine strukturierte Checkliste schafft Klarheit für beide Seiten. Der Auftraggeber weiß, welche Leistungen vereinbart wurden, während die Reinigungskräfte eine konkrete Orientierung für die Durchführung erhalten.

Bei größeren Objekten können einzelne Checklisten für verschiedene Räume oder Bereiche sinnvoll sein. So lässt sich beispielsweise ein eigener Plan für Sanitäranlagen, Büros, Küchen, Flure oder Treppenhäuser erstellen.

Eine Checkliste kann außerdem zur Qualitätskontrolle eingesetzt werden. Erledigte Aufgaben können abgehakt und gegebenenfalls mit einem Datum oder einer Uhrzeit dokumentiert werden.

Checkliste individuell an das Objekt anpassen

Eine gute Checkliste sollte nicht möglichst lang, sondern möglichst passend sein. Ein kleines Büro benötigt einen anderen Reinigungsplan als ein Hotel, eine Praxis oder eine größere Gewerbeimmobilie.

Vor der Erstellung eines Reinigungsplans sollten deshalb unter anderem folgende Punkte geklärt werden:

  • Welche Räume müssen gereinigt werden?
  • Wie groß sind die jeweiligen Flächen?
  • Welche Bodenbeläge sind vorhanden?
  • Wie stark werden die einzelnen Bereiche genutzt?
  • Welche Reinigungsfrequenz ist erforderlich?
  • Gibt es besondere hygienische Anforderungen?
  • Welche Verbrauchsmaterialien sollen aufgefüllt werden?
  • Welche zusätzlichen Leistungen werden gewünscht?

Aus diesen Angaben lässt sich ein individuelles Leistungsverzeichnis beziehungsweise ein konkreter Reinigungsplan erstellen.

Fazit: Eine gute Checkliste schafft klare Abläufe

Eine Checkliste für die Unterhaltsreinigung hilft dabei, regelmäßige Reinigungsarbeiten systematisch zu planen und zu kontrollieren. Sie sollte die wichtigsten Aufgaben für jeden relevanten Bereich enthalten und gleichzeitig ausreichend flexibel sein, um an das jeweilige Objekt angepasst zu werden.

Neben der klassischen Reinigung von Oberflächen, Böden und Sanitäranlagen können auch Abfallentsorgung, Verbrauchsmaterialien und individuelle Zusatzleistungen Bestandteil des Reinigungsplans sein.

Wichtig ist vor allem eine klare Abgrenzung zwischen regelmäßiger Unterhaltsreinigung und selteneren intensiven Reinigungsarbeiten. So wissen Auftraggeber und Reinigungskräfte genau, welche Leistungen vereinbart wurden. In diesem Artikel erfahren Sie, wie viel die Unterhaltsreinigung kostet und wie sich der Preis zusammensetzt. Wenn Sie noch mehr Fragen rund um die Unterhaltsreinigung haben, könnte Sie dieser Artikel interessieren.

Typische Aufgaben sind das Reinigen von Oberflächen und Böden, die Sanitärreinigung, Abfallentsorgung sowie das Auffüllen von Verbrauchsmaterialien. Je nach Objekt können weitere Aufgaben ergänzt werden.

Das hängt von der Nutzung und dem Verschmutzungsgrad des jeweiligen Bereichs ab. Sanitäranlagen und stark genutzte Flächen können beispielsweise häufiger gereinigt werden als wenig genutzte Bereiche.

Ja. Ein Reinigungsplan sollte an das jeweilige Objekt, die Räume, Bodenbeläge, Nutzung, Reinigungsfrequenz und besonderen Anforderungen angepasst werden.

Dazu können unter anderem das Reinigen von Schreibtischen und Oberflächen, Staubsaugen, Wischen, Leeren von Papierkörben, Reinigen von Türen und Lichtschaltern sowie die Sanitärreinigung gehören.

Nicht automatisch. Fenster-, Teppich- und intensive Sonderreinigungen werden häufig separat vereinbart. Entscheidend ist, welche Leistungen im individuellen Reinigungsplan oder Leistungsverzeichnis festgelegt wurden

Ja. Erledigte Aufgaben können abgehakt und bei Bedarf mit Datum oder Uhrzeit dokumentiert werden. Dadurch dient die Checkliste sowohl der Arbeitsorganisation als auch der Kontrolle der vereinbarten Reinigungsleistungen.

Geschäftsführer bei EasyClean24 mit über 7 Jahren Erfahrung in der professionellen Gebäudereinigung. Spezialisiert auf die Grundreinigung, Pflege und Aufbereitung verschiedener Bodenbeläge. Mein Fokus liegt auf Qualität, Zuverlässigkeit und nachhaltigen Reinigungslösungen für Privat-und Geschäftskunden.